Brustkrebsbehandlung:

Wird im Zuge der Mammographie ein verdächtiger Knoten festgestellt und ist dieser tastbar, so wird mittels Ultraschall entschieden, ob es sich um eine Zyste (flüssigkeitsgefüllter Hohlraum) oder einen soliden Herd handelt. Bei Zysten kann die Flüssigkeit mit einer Nadel abgesaugt und der "Tumor" auf diese Weise entfernt werden. Ein tastbarer solider (= nicht zystischer) Tumor wird im allgemeinen chirurgisch entfernt (Probeexcision) und der feingeweblichen Untersuchung (Histologie) zugeleitet. Dort kann herausgefunden werden, ob es sich um einen gut- oder bösartigen Tumor handelt (Tumor ist lateinisch und heißt zunächst nur "Beule"; mit diesem Ausdruck ist noch nicht eine bösartige Veränderung gemeint. Auch z. B. ein entzündlicher Abszess heißt im medizinischen Jargon entzündlicher Tumor). Normalerweise wird die histologische Untersuchung noch während der Narkose durchgeführt, so dass nötigenfalls auch die Umgebung des Tumors mitentfernt werden kann.


Wenn der solide Herd sehr klein ist, kann im Rahmen einer stereotaktischen Mikrobiopsie mit einer Nadel eine Gewebeprobe entnommen werden. Stellt sich heraus, dass es sich um Anteile eines gutartigen Herdes handelt, sind weitere Maßnahmen nicht nötig. Lautet die histologische Diagnose jedoch maligne (bösartig) oder verdächtig, muss anschließend der ganze Herd entfernt werden. Wenn die Veränderung nicht tastbar ist, muss der Herd mit einem dünnen Markierungsdraht für den Chirurgen markiert werden.


Heute wird durchgehend darauf geachtet, brusterhaltend zu operieren. Je früher ein bösartiger Tumor erkannt wird und je kleiner er daher ist, desto besser ist die Chance auf einen kleinen, brusterhaltenden Eingriff. Im Anschluss ist dann meist eine Strahlentherapie notwendig und gelegentlich auch eine Chemotherapie und/oder Hormontherapie. Die Behandlung ist für jeden Tumortyp etwas anders und hängt vor allem von der histologischen Diagnose ab.

Sollte die komplette Entfernung der Brust unvermeidbar sein, so kann später durch plastisch-chirurgische Maßnahmen (Brustaufbau) ein kosmetisch akzeptables Ergebnis angestrebt werden.


Brusterkrankungen, besonders bösartige, stellen immer auch eine große seelische Belastung dar. Der Kontakt zu anderen Betroffenen, z. B. in Selbsthilfegruppen oder Krebshilfe-Beratungszentren, sowie die begleitende psychologische Betreuung durch Ärzte, Pflegepersonal und speziell ausgebildete Psychologen hilft, diese Belastung zu bewältigen.


Häufig bei der Mammographie gestellte Fragen:

Besteht eine Gefährdung durch Druck des Geräts bzw. durch die Strahlendosis?

Die Brust muss bei der Untersuchung im Aufnahmegerät vorsichtig zusammengedrückt werden.
Dies ist eine Strahlenschutzmaßnahme, da die Strahlendosis um so niedriger ist, je kürzer der Weg durch das Gewebe ist. Außerdem werden dadurch die Bilder schärfer und besser beurteilbar. Die meisten Frauen empfinden das Zusammendrücken als unangenehm, es ist aber nur selten wirklich schmerzhaft und dauert nur einen kurzen Augenblick. Keinesfalls wird jedoch ein Knoten durch den Druck bösartig oder durch die Mammographie überhaupt hervorgerufen, wie das manchmal von Laien vermutet wird.

Was ist bei Flüssigkeitsabsonderungen aus der Brustwarze zu tun?

Derartige Absonderungen sind zumeist hormonell bedingt, besonders wenn sie beidseitig auftreten. Bei einer einseitigen Absonderung aus nur einem Milchgang wird eine Kontrastmitteldarstellung dieses Milchganges im Rahmen einer sogenannten Galaktographie zum Ausschluss von Wucherungen innerhalb des Milchgangs vorgenommen. Zunächst genügt häufig die Anfertigung eines Abstriches der Flüssigkeit.

Genügt zur Vorsorge nicht auch eine Ultraschalluntersuchung der Brust?

Mittels Ultraschall kann eine Unterscheidung getroffen werden, ob es flüssigkeitsgefüllte Zyste handelt oder einen festen Gewebeknoten. Eine alleinige Ultraschalluntersuchung reicht zur Vorsorge nicht aus, da kleine Karzinome nicht sicher erkannt werden.

Meine Mutter (Schwester, Tante...) hatte Brustkrebs - bin ich erblich belastet?

Im allgemeinen ist die genetisch bedingte Brustkrebsdisposition nicht sehr häufig. Man ist eher dann genetisch belastet, wenn der Brustkrebs bei den direkten Verwandten in jungen Jahren (unter bzw. um 30) aufgetreten ist.

Wo und wann sollte ich mich untersuchen lassen?

Stellen Sie bei der Selbstuntersuchung einen Knoten fest, sollten Sie sich von ihrem Arzt untersuchen lassen. Dieser wird, falls erforderlich, über die weiteren Schritte entscheiden. Im Regelfall wird er Sie an einen Radiologen zur Mammographie überweisen. Generell sollten Sie ab dem 35. Lebensjahr mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beginnen und alle 1 - 2 Jahre eine Mammographie durchführen lassen. Besteht ein erhöhtes Risiko, etwa wenn Brustkrebsfälle in der Verwandtschaft gehäuft aufgetreten sind, kann die Mammographie auch öfter durchgeführt werden.

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Röntgeninstitut Dr. Pichler & Dr. Schweiger

Bahnhofstraße 13

9800 Spittal an der Drau

Tel.: +43 4762 4810

E-Mail: radiologie@pichler-schweiger.at


Die Ordination befindet sich im 3. Halbstock und ist durch eine Treppe oder einen Aufzug erreichbar. Ein Behinderten-WC ist vorhanden.


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